“Außer meinem Mann und meinem Vater kuschelt bestimmt kein männliches Wesen jemals mit meinen Kleinkindern!”
Am 13.01.2012 ist auf Zeit Online ein Artikel über die Suche nach Erziehern und mehr Männern in Kitas erschienen.
Im Folgenden möchte ich aus den knapp 100 Kommentaren, die bisher abgegeben wurden, die für mich Erschreckendsten dokumentieren. Diese Auswahl ist oft gekürzt und nicht repräsentativ, Kritiker sind den Befürwortern zahlenmäßig und argumentativ gefühlt deutlich unterlegen. Das Highlight kommt zum Schluss.
Nachdem bekannt ist, dass Frauen ungern unter “ihrem Stand” heiraten und der Sozialprestigefaktor und der Versorgerstatus eines Erziehers eher niedrig sind, sehe ich da ein paar Probleme für die Jungs.
Kommentar 8 vom Benutzer “Reallast”.
Ich glaube kaum das die paar Männer die das bisher so machen auch nach 5-10 Jahren noch so weitermachen. Wenn ja meinen Respekt. Aber mehr nicht. Frauen machen das Teilzeit und als Zuverdienst zum Gehalt des Mannes. Aber als Alleinverdiener?
Kommetar 15 vom Benutzer “robert56”.
Aber es ist eben so ein furchtbar aufregendes Gender-Thema (Er als Teilzeit-Erzieher in der Krippe und sie als Quotenmanagerin bei der Telekom): Aufbrechen von überkommenen Geschlechterrollen! Und deshalb muss das dem Manne unbedingt auf Teufel komm’ raus schmackhaft gemacht werden.
Kommentar 17 vom Benutzer “Tankwart”.
Es ist nun einmal so, dass der Erzieherberuf von Männern kaum nachgefragt wird. Generationen von Kindern hat es im übrigen nicht geschadet, von “Kindergärtnerinnen” wie sie damals hießen, betreut worden zu sein.
Kommentar 32 vom Benutzer “sassenach”.
Das mit dem Kuscheln soll wohl ein Witz sein? Drei mal darf man raten, in welche Berufe es Pädophile künftig ziehen wird, wenn ihnen die Türen zu den Kitas so bereitwillig geöffnet werden. Außer meinem Mann und meinem Vater kuschelt bestimmt kein männliches Wesen jemals mit meinen Kleinkindern! Da würde ich ja eher die Tagesstätte wechseln oder meine Kinder komplett alleine betreuen. Seit der Lektüre des Buches “Es geschieht am helllichten Tag” habe ich zu solchen Experimenten kein entspanntes Verhältnis mehr.
Kommentar 52 vom Benutzer “bergstroem”.
Soll doch jeder den Beruf ergreifen, den er will. Und wenn Berufe im Erziehungsbereich überproportional häufig von Frauen gewählt werden, dann ist das eben so. Die werden schon wissen, was sie wollen. Der Staat und die von ihm betriebene Systempresse-Maschinerie haben sich da jedenfalls rauszuhalten.
Kommentar 53 vom Benutzer “Thomas Eckert”.
Für meine Kinder bin ICH verantwortlich und da ich keinem fremden Mann hinter die Stirn sehen kann, lehne ich Kleinkinderbetreuung durch Männer generell ab. Das ist reine Prophylaxe und nichts persönliches. Ich unterstelle niemandem pädophile Motive, da ich sie jedoch nicht ausschließen kann und die meisten Pädophilen nun mal Männer sind, sehe ich aus Gründen der Prävention keine Alternative.
Kommentar 60, erneut vom Benutzer “bergstroem”.
Mich wundert diese Kuschelei ohnehin, denn in keiner Kita, die meine Kinder von Krippe bis Hort besuchten, gehörte Kuscheln mit Erzieherinnen oder Erziehern (zwei sind mir begegnet) zur Idee der Einrichtung. Kuschelnd mit Erwachsenen habe ich auch nur Kinder erlebt, die Probleme zu Hause hatten und völlig distanzlos waren. Ansonsten gab es Rückzugsmöglichkeiten für die Kinder, wenn sie z.B. müde waren und da kuschelten sie dann mit anderen Kindern oder ihren Kuscheltierchen. Beim Vorlesen war die Gruppe anwesend oder die Hälfte der Kinder und es ging darum, runter zu kommen z.B. vor dem Mittagsschlaf, was allerdings nicht bedeutete, dass man mit den Erzieherinnen oder Erziehern körperliche Nähe erlebte. Diese Form der Zärtlichkeit kenne ich nur mit den eigenen Kindern z.B. abends vor dem Einschlafen, wenn zu Hause im Bett vorgelesen wird.. Und ehrlich gesagt, hätte ich erfahren oder erlebt, dass so vorgegangen wird, hätte ich zumindest ein Gespräch geführt, das zu ändern. Geht meiner Meinung nach gar nicht.
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